Wasserbau
Erneuerung der Fischaufstiegsanlage an der Blies bei Wellesweiler

Kurzbeschreibung

Die STEAG Power Saar GmbH betreibt an der Blies bei Wellesweiler eine Wasserentnahmestation zur
Kühlwasseraufbereitung für das Kraftwerk Bexbach, wobei zur Ausleitung der erforderlichen Wassermengen
ein Aufstau mittels eines Wehres erzeugt wird. Das Querbauwerk stellt für Fließgewässerorganismen eine
unüberwindliche Barriere dar.

Die Passierbarkeit soll durch die Errichtung einer naturnahen Fischaufstiegsanlage wiederhergestellt werden.

Daten zur Bauausführung

Ausführungszeitraum: September bis November 2011

Investitionssumme: rund 60.000 €

Ausführende Firma: J. Backes, Neunkirchen

Wesentliche Leistungen:

  • 200 [m2] Baustraße herstellen
  • 55 [m3] Beton-/ Stahlbetonabbruch
  • 215 [m3] Erdaushub
  • 500 [to] Einbau von Wasserbausteinen


Umweltleistungen 

- Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie:
- Wiederherstellung der Durchwanderbarkeit für Fließgewässerorganismen
- Schaffung von Lebensräumen für Flora und Fauna

 
Reaktivierung der Saaraue bei Hostenbach (1. BA)

Abb. 1: Projektbereich vor der BauausführungKurzbeschreibung:

Das rund 5 [ha] umfassende Projektgebiet liegt nördlich der Ortslage von Hostenbach zwischen der Autobahn A620 und der Saar. Durch Absenkung bzw. Rückbau vorhandener Aufschüttungen wird das bestehende Geländeniveau um bis zu 4,50 [m] abgesenkt und somit an den Wasserstand der Saar angeglichen. Hierzu sind die vorhandenen Erdmassen - hauptsächlich Ton, Sand/Kies - profilgemäß zu lösen, aufzuladen und abzutransportieren. Neben der Einleitung einer naturnahen Auenentwicklung dient die Maßnahme zur Verbesserung des Hochwasserschutzes.

Abb. 2: Erdarbeiten während der BauausführungDaten zur Bauausführung:

Ausführungszeitraum: August 2004 bis Juli 2005

Investitionssumme: rund 1,35 Mio. €

Ausführende Firma: Bauunternehmung Backe GmbH, Theley

Wesentliche Leistungen:

  • 100.000 [m³] Erdaushub
  • 40.000 [m²] Oberbodenabtrag
  • 1.000 [t] Wasserbausteine einbauen
  • 6.000 [m²] Böschungsflächen ansäen

Abb. 3: Projektgebiet nach Abschluss der ArbeitenUmweltleistungen:

  • Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie:
  • Förderung einer gesunden Ufer- und Auenentwicklung
  • Schaffung von Lebensräumen für Flora und Fauna
  • Hochwasserschutz; Herstellung eines funktionierenden Überschwemmungsbereichs
 
Reaktivierung des alten Gewässerbettes der Ill

Abb. 1: Projektbereich vor der BauausführungKurzbeschreibung:

Das Planungsgebiet reicht vom östlichen Ortsrand von Eppelborn bis zur in eine Blocksteinrampe umgewandelten Wehranlage. Mitte der 50er Jahre wurde die Ill in diesem Bereich begradigt und ausgebaut. Das ehemalige Illbett wurde verfüllt. Zur dauerhaften Vernässung der Aue unterhalb des umgestalteten Wehres wird ein ca. 430 m
langer Auebach angelegt, der Teile des ehemaligen Gewässerbettes der Ill (Mühlengraben) durchfließt. Darüber hinaus werden zusätzlich
Laichtümpel für Amphibien ausgehoben.

 

Abb. 2: Modellierung des neuen GewässerlaufsDaten zur Bauausführung:

Ausführungszeitraum: Oktober 2005 bis Juni 2006

Investitionssumme: rund 110.000 €

Ausführende Firma: Fa. Jens Backes, Neunkirchen

Wesentliche Leistungen:

  • 1.300 [m³] Erdaushub
  • 2.000 [m²] Oberbodenabtrag
  • 140 [t] Wasserbausteine einbauen
  • 180 [m²] Weidenspreitlage herstellen

Abb. 3: Bachlauf nach Abschluss der ArbeitenUmweltleistungen:

  • Wiedervernässung der Aue
  • Schaffung von Lebensräumen für Flora und Fauna
  • Förderung der Strukturvielfalt
  • Aufwertung kulturhistorischer Landschaftsbestandteile (Mühlengraben)
 
Errichtung einer Amphibienleiteinrichtung zwischen Urexweiler und Hirzweiler (L.I.O 130)

Abb. 1: L.I.O. 130 vor der BauausführungKurzbeschreibung:

Im südlich der Ortslage von Urexweiler gelegenen Seibertswald quert die L.I.O. 130 eine Amphibien-Wanderstrecke. Zum Schutz der Tiere wurde die Errichtung einer stationären Amphibienleiteinrichtung beschlossen. Beidseitig der Fahrbahn werden dazu T-förmige Leitsteine versetzt, welche die wandernden Amphibien zu insgesamt 11 Straßendurchlässen lenken.

 

 

Abb. 2: Versetzen der Leitsteine (T-Elemente)Daten zur Bauausführung:

Ausführungszeitraum: Mai bis Dezember 2005
Investitionssumme: rund 350.000 €
Ausführende Firma: ArGe Kempf, Saarbrücken

Wesentliche Leistungen:

  • 2.600 [m³] Erdarbeiten nach ZTVE-Stb 94
  • 1.100 [m] Amphibienleitsteine versetzen
  • 120 [m] Durchlasselemente einbauen
  • 1.500 [m²] Einsaat mit Landschaftsrasen

 

Abb. 3: Leiteinrichtung nach FertigstellungUmweltleistungen:

  • Gefahrlose Querung der Landstraße für wandernde Amphibien; rasche und stressarme Führung der Tiere durch Leitsteine und Tunnelelemente
  • Ganzjährige, lückenlose Erfassung der zwischen Laichplatz, Sommer- und Winterlebensraum wandernden Tiere
  • Verringerung des Aufwandes für die Betreuung im Vergleich zu einem Folienzaun